WDG beteiligt sich am Projekt „Blickpunkte“

Im Rahmen einer schulischen Aktion hat sich eine Gruppe des WDG mit den „Blickpunkten“ der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal beschäftigt. „Blickpunkte“ zeigt bekannte und alltägliche Wuppertaler Orte, die in der Zeit des Nationalsozialismus von Bedeutung waren. Es sind Wohnhäuser jüdischer Familien, die Machtzentrale der NSDAP, Versammlungsstätten rechtsradikaler Organisationen, Orte der so genannten „Erbgesundheit“, Stätten eines „deutschen“ Kulturlebens oder der Bahnhof, von dem aus die Deportationen der Wuppertaler Juden stattgefunden haben. Viele weitere sind denkbar.
Mit ihren Handy-Videos möchten die Jugendlichen auf die Geschichte dieser Orte aufmerksam machen – in einer Weise, wie sie Jugendlichen vertraut ist: in ihrer eigenen Sprache, kurz und lebendig. Das Projekt ist bei weitem nicht abgeschlossen und kann auch von anderen Schulen aufgenommen werden. Ziel ist, die Videos mit zusätzlichem Material anzureichern und das Ganze ins Englische zu übersetzen, so dass auch Touristen diese „alternative“ Stadtführung selbständig unternehmen können.
Die Jugendlichen haben ihre Ergebnisse erstmals am Holocaust-Gedenktag 2026 in der Aula des WDG öffentlich präsentiert. In diesem Rahmen stellten sie die ausgewählten Orte, ihre Recherchen sowie die entstandenen Handy-Videos vor. Die Präsentation markierte den ersten öffentlichen Schritt des Projekts und machte deutlich, wie lokale Stadtgeschichte, digitale Formate und schulische Erinnerungsarbeit miteinander verbunden werden können. Daniel Buck, Geschichtslehrer am WDG und Leiter der Projektgruppe: „Als Schule, die sich gegen Rassismus und Antisemitismus stellt, ist es mir wichtig, diese Absicht auch mitkonkretem Inhalt zu füllen.“
Weitere Informationen: https://alte-synagoge-wuppertal.de/blickpunkte/
























