Sprachen

Unsere Sprachenfolge sieht wie folgt aus:

Unsere Sprachen:

Englisch

Lateinisch

Französisch

Altgriechisch

Italienisch

Hebräisch

ab Jahrgang 5

Pflicht

Pflicht

 

ab Jahrgang 8

(In G9 ab Jahrgang 9)

Pflicht

Pflicht

Wahl

Wahl

 

ab Jahrgang EF

(In G9 ab Jahrgang 11)

Pflicht

Pflicht bis EF inkl.

Wahl

Wahl

Wahl

Wahl

Latein legt anerkanntermaßen Fundamente, und zwar

für andere Sprachen, einschließlich des Englischen: Mehr als die Hälfte aller englischen Wörter stammt aus dem Lateinischen.
für die deutsche Muttersprache: Zahllose Fremd- und Lehnwörter kommen aus dem Lateinischen; das Übersetzen aus dem Lateinischen erweitert den deutschen Wortschatz und erfordert einen kreativen Umgang mit der Muttersprache.
für Schülerinnen und Schüler, die zweisprachig aufwachsen, bedeutet das Übersetzen ins Deutsche eine besondere Erweiterung der Ausdrucksfähigkeit und des deutschen Wortschatzes.
für das "Sprechen über Sprache": Was ist ein Akkusativ-Objekt und was ist ein Prädikat? Diese Begriffe, die für die Beschreibung aller (Schul-)Sprachen wichtig sind, trainiert man intensiv auf Deutsch, denn das ist die Unterrichtssprache. Komplizierte Sachverhalte müssen also nicht noch in einer fremden Sprache behandelt werden.
weil Latein das Lernen des Lernens schult: Der Unterricht folgt einer Systematik, die sich auf alle anderen Lerngegenstände übertragen lässt.
weil Latein das genaue Hinsehen schult – und damit Gründlichkeit und Genauigkeit, zwei Eigenschaften, die nicht gerade zu den Stärken der heutigen Schülerinnen und Schüler im modernen Medienzeitalter zählen; dabei sind gerade Gründlichkeit und Genauigkeit Grundvoraussetzungen für viele Berufe wie Anwalt oder Richter.

 

Es muss ja nicht immer (nur) Latein sein ...

„Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein!“


An unserer Schule mit ihrem altsprachlichen Schwerpunkt ist es verzeihlich erst einmal zu denken: In Gallien gabs die Römer … und das ganze WDG ist von den Lateinern besetzt. Wie schon im Asterix-Comic, so folgt auch hier unmittelbar der Einwand: Das ganze WDG? Nein! Die „Unbeugsamen“ – in diesem Fall die EnglischlehrerInnen – leben in der Sprachlergemeinschaft der Schule nicht als belächelte junge Wilde oder bestenfalls Juniorpartner, sondern als vollwertige Mitglieder. Dies ist uns am WDG wichtig, denn Englisch ist Weltsprache, entscheidendes Kommunikationswerkzeug im internationalen Miteinander.

Unlängst ist Englisch in Klasse 5 keine sogenannte „neu einsetzende“ Fremdsprache mehr, sondern ein fortgeführtes Fach aus der Primarstufe. Dieser Umstand hat natürlich Auswirkungen auf das konzeptionelle (Selbst-)Verständnis des Faches und die inhaltlichen sowie methodischen Umsetzungen.
An dieser Stelle folgt nun keine Auflistung all der gängigen Schlagbegriffe, wie man sie überall nachlesen kann – Stichwort Kompetenzen und schülerorientierter Unterricht. Natürlich – unsere Fachschaft ist „up to date“ und hält sich auf dem Laufenden – durch Fortbildungen, Fachzeitschriften und natürlich die Freunde am Fach. (Gemeint ist dabei übrigen nicht, dass sich EnglischlehrerInnen in ihrer Freizeit pausenlos YouTube-Videos von Monty Python hin- und hermailen. Da sind DeutschlehrerInnen schlimmer: den ganzen Tag Loriot.)

Französisch in Politik und Handel
Französisch ist gleichrangig mit dem Englischen die Sprache auf allen Ebenen der europäischen Politik. Deutschland und Frankreich bilden seit jeher den Motor, der die Vereinigung Europas vorantreibt. Das Ausmaß der Handelsbeziehungen zwischen Frankreich und Deutschland ist weltweit einzigartig. Beide Länder sind füreinander die wichtigsten Handelspartner.

Nach den USA ist Frankreich in den neuen Bundesländern der zweitgrößte Direktinvestor.
Insbesondere im Bereich der Hochtechnologien sind Deutsch-französische Fusionen besonders erfolgreich:
Deutsch-französische Fusionen sind im Bereich der Hochtechnologien erfolgreich: z.B. Rhône-Poulenc und Hoechst schlossen sich zu Aventis zusammen, die DASA und Aérospatiale-Matra zu EADS, Framatome und die Kernenergiesparte der Siemens AG nennen sich künftig Framatome ANP. Deutsche Unternehmen hatten Ende 2002 49,8 Mrd. Euro und französische Unternehmen hatten 28,3 Mrd. Euro in Deutschland investiert.

Gerade heute stellen Englischkenntnisse allein keine außergewöhnliche Qualifikation dar. Wer zusätzlich Französisch spricht, hat die besseren beruflichen Chancen im vereinten Europa. Auf die Bedeutung des Tourismus, der französischen Küche und Lebensart, das "savoir vivre" muss hier nicht eingegangen werden. All diese landestypischen Vorzüge erklären:

Frankreich ist das meistbesuchte Land der Welt.

 

 

Französisch am WDG
Französisch-Anfängerkurse werden am WDG in der Differenzierungsstufe 8(G9: 9) und in der Jahrgangsstufe EF(G9: 11) angeboten. In der Regel wird in der Jahrgangsstufe 12 die Wahl des Leistungskurses Französisch angeboten. Die erste Arbeitsgrundlage bildet in beiden Kursen das LehrbuchÀ Plus und der Cours intensif 1 und 2 mit den grammatischen Beiheften, die von der Schule gestellt werden, sowie das Übungsbuch Cahier d’activités, das auf freiwilliger Basis angeschafft werden kann.
Französisch gilt oft als schwer. WDG-Schüler mit der Basis Latein und Englisch sind versierte Sprachenlerner, die auf ein solides sprachliches Fundament hinsichtlich der Grammatik und des Wortschatzes zurückgreifen können. Wer Latein und Englisch bis zur Jahrgangsstufe 9 bewältigt hat, wird auch in Französisch keine Probleme haben.

DELF-Zertifikate
Unsere Schüler haben die Möglichkeit ab der 8. Klasse eine DELF-Püfung abzulegen. DELF ist eine Abkürzung von "Diplôme d’Etudes en Langue Française" und kann auf den Niveaus A1, A2, B1 und B2 abgeschlossen werden. Die DELF-Zertifikate sind vom französischen Erziehungsministerium offiziell anerkannt und können europaweit erworben werden. Das Niveau B2 ermöglicht ein Studium an einer französischen Hochschule ohne Sprachtest. — In jedem Fall haben die Absolventen der Prüfungen an unserer Schule ein Sprachzertifikat in der Hand und eine gute Gelegenheit ihre Sprachkenntnisse nachzuweisen. Die Prüfungen finden immer im Januar/Februar statt. Sie umfassen die vier Teile Hör und Textverständnis, Textproduktion und mündliche Prüfung.

Reisen und Ausflüge
Zur praktischen Erprobung besteht in der Jahrgangsstufe 10 die Möglichkeit an einer viertägigen Fahrt an einem verlängerten Wochende nach Straßburg, bzw. in der Jahrgangsstufe 12 an einer Wochenendfahrt nach Paris teilzunehmen. Vor dem Abitur fährt die Jahrgangsstufe 13 gerne nach Frankreich.

Französisch - DELF

Die erfolgreiche Teilnahme an der DELF-Prüfung liefert mit bestandener zweiteiliger Prüfung ein Zertifikat, mit dem jeder Absolvent des Niveaus B2 ohne weitere Sprachprüfung an den meisten französischen Universitäten studieren kann.

Schülerinnen und Schüler, die ab der Klasse 8 bzw. der Einführungsphase Französisch belegen, können jedes Jahr die Prüfung zu einem ihrer erworbenen Sprachkenntnisse entsprechenden Niveau (A1 – A2 – B1 – B2) ablegen. Dieses Zertifikat wird vom Institut Français durchgeführt. Er besteht aus einem schriftlichen Teil, der durch den freiwilligen Einsatz der Lehrkräfte an einem Samstag Ende Januar am WDG abgelegt werden kann und einem mündlichen Teil, der an einem Freitag oder Samstag in Düsseldorf bzw. Neuss stattfindet.

Altgriechisch am WDG
„Wer Griechisch gelernt hat, hat gegenüber allen Kollegen Vorteile. Eine Spitzenposition kann [...] nur übernehmen, wer eine breite, abgestützte Ausbildung hinter sich hat. Für mich ist eine gute humanistische Grundausbildung nach wie vor eine hervorragende Ausgangssituation für einen Manager. Nach meinen Erfahrungen ist dieses [...] Allgemeinwissen die beste Voraussetzung für die Fähigkeit, komplexe Probleme in einem sich rasch verändernden Umfeld wahrzunehmen und zu begreifen.“[1]

 

Für welchen Beruf braucht man das denn?
Vielleicht stellen Sie sich diese Fragen, wenn Sie an das Lernen des Altgriechischen denken. Vielleicht hat Ihnen das Zitat auch schon den Ansatz einer Antwort gegeben. Allerdings ist es nicht Ziel des Gymnasiums, auf einen bestimmten Beruf vorzubereiten. Vielmehr soll eine breite Allgemeinbildung vermittelt werden, die die Türen zu allen Berufen öffnet. Und die im Griechischunterricht behandelten Texte punkten gerade in Hinblick auf die Allgemeinbildung. Sie sind jahrhundertelang für die Menschen aktuell geblieben, denn in ihnen werden die Grundfragen der menschlichen Existenz gestellt – in differenzierter Art und Weise. Die altgriechischen Texte fragen beispielsweise nach dem Verhältnis von göttlichen Wesen zur Existenz des menschlichen Neids; oder nach dem Verhältnis zwischen Gesellschaft und Individuum, zwischen Pflicht und Neigung; oder nach dem richtigen Maß an Skepsis: Was kann/soll/muss man in Frage stellen? Die Gesetze der Gemeinschaft? Etwa die Götter? Der Griechischunterricht regt dazu an, sich mit derartigen Fragen auseinanderzusetzen und verfolgt auf diese Weise das Ziel, einen selbständig denkenden Menschen heranzubilden:

„Durch Denken werden die von Sokrates Getroffenen zu anderen Menschen. Dieses Denken verleiht Unabhängigkeit im Einswerden mit dem, worauf alles ankommt.“[2]

Die meisten Wissenschaften haben ihren Anfang bei den Griechen genommen, so die Mathematik (Pythagoras, Euklid, Thales), die Physik (Demokrit), Biologie und Medizin (Hippokrates), Geographie (Erastosthenes), Philosophie (Sokrates, Platon, Aristoteles), Literatur (Homer), Dramen (Aischylos, Sophokles, Euripides, Aristophanes), Religion (Neues Testament). Diese enorme inhaltliche Breite kommt der Forderung nach einer breiten Allgemeinbildung bestens nach – für jeden ist etwas dabei!


Ist die altgriechische Sprache schwierig zu erlernen?
Die griechische Sprache hat viele Parallelen zum Lateinischen, aber auch einige zum Deutschen. Sie verfügt über eine Vielzahl an Ausdrucksmöglichkeiten – wie ein Maler, der viele Pinsel zur Verfügung hat. Die griechische Sprache zeichnet sich durch eine Vielzahl an kleinen Wörtern (Partikeln) aus, die den Sätzen meist gewisse Färbungen geben. Das Erlernen des Griechischen fördert daher das genaue Hingucken – eine Fähigkeit, die in fast allen Berufen unerlässlich ist –, und lässt den allgemeingültigen Zusammenhang zwischen Denken und Sprache erkennen. Die griechische Schrift ist nach ca. 2 Wochen erlernt und das Vokabellernen wird durch die Fülle an griechischen Fremdwörtern erleichtert, z.B.:

Diskothek: ΔΙΣΚΟΣ (diskos) Scheibe, ΘΗΚΗ (theke) Ablage

Chirurg: ΧΕΙΡ (cheir) Hand, ΕΡΓΟΝ (ergon) Werk → Handwerker

Die wissenschaftlichen Fachsprachen der meisten modernen Sprachen basieren zudem auf griechischen Wörtern – mehr als auf lateinischen.


Altgriechisch – für wen?
Wie bereits erwähnt, zeichnet sich der Griechischunterricht durch eine breite Themenvielfalt aus. Das Fach Griechisch spricht darüber hinaus alle Schülerinnen und Schüler an, die Interesse an Sprache, Kultur und/oder Geschichte haben, alle, die sich für die Ursprünge der europäischen Kultur interessieren, deren Grundlage im alten Griechenland gelegt worden ist, und alle, die sich den Luxus des Griechischlernens gönnen wollen!

 

Formalia:
Das WDG ist die einzige Schule in Wuppertal, die das Fach Griechisch anbietet. Wählbar ist es nur in der Jgst. 8. Die Belegung ist bis zum Abitur möglich und wird aktuell von Schülerinnen und Schüler auch wahrgenommen. In den beiden ersten Jahren wird mit dem brandneuen Lehrwerk Xenia gearbeitet, in dem von Anfang an nicht nur die Sprache, sondern auch die altgriechische Kultur im Mittelpunkt steht.

Danach werden in steigendem Schwierigkeitsgrad Originaltexte gelesen, z.B. Texte Rund um Sokrates, Passagen aus dem Neuen Testament (in der EF), Homers Epen, lyrische Texte und Tragödien von Sophokles und Euripides. Die Schülerinnen und Schüler können mit Griechisch die Pflichtbelegung einer zweiten fortgeführten Fremdsprache bis zum Abitur abdecken und es gleichzeitig als Abiturfach wählen. Nach der Jgst. 11 (Q1) erhalten die Lernenden das Graecum, was auch heute noch für bestimmte Studienfächer erforderlich ist (Theologie, Latein, Philosophie, Alte Geschichte u.a.). Doch vor allem:

Das Graecum vergoldet ein jedes Abitur-Zeugnis!

 

Die vielleicht wichtigsten Gründe, Griechisch zu lernen:


Exkursionen (Altes Museum Berlin) und die Griechenlandfahrt

Griechisch unterrichten am WDG Herr Laßmann und Herr Dr. Winkelsen.

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[1] Egon Zehnder, Gründer der größten europäischen Management-Beraterfirma

[2] Karl Jaspers: Die maßgebenden Menschen, München 1964, S. 110

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Zentralkurs für alle Schülerinnen und Schüler aus Wuppertal, Remscheid und Solingen

Hebräisch am WDG

 

לשון המקרא – לשון עברית

 

Das WDG gehört zu den wenigen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen, die Hebräisch als volles Schulfach in der Oberstufe anbieten.

Hebräisch

ist die Sprache der Propheten und der Tora, der Psalmen und der Weisheit. Wer die Sprache zu verstehen sucht, lernt das Alte Testament in seiner Eigenart kennen und entdeckt in der Fremdheit der Texte Wurzeln der christlichen, jüdischen und islamischen Tradition, damit der eigenen Geschichte.

Hebräisch ist auch die gesprochene Sprache im heutigen Staat Israel, in der מדינת ישראל.

Der Reiz des Faches א ב ג ד ה ו ז ח ט י כ ל מ נ ס ע פ צ ק ר ש ש ת  ß

liegt zunächst in der Fremdartigkeit einer alten semitischen Sprache, die, von rechts nach links geschrieben, weder eine Deklination noch die uns vertrauten Zeitstufen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennt, dennoch an den Ursprung unseres Alphabets führt. Der Reiz des Faches liegt auch in der Wahrnehmung der faszinierenden Welt des Alten Orients und der Begegnung von Menschen mit dem Heiligen.

Das Ziel des Faches

an der gymnasialen Oberstufe ist (neben dem Gewinn von Bildung) das Hebraicum auf dem Abiturzeugnis. Das Hebraicum erleichtert den Start in Studiengängen wie Theologie und Judaistik, Altorientalistik und Semitistik, Biblische Archäologie, Religions- und Sprachwissenschaft und ermöglicht ein leichtes und schnelles Erlernen des Ivrit, des modernen, gesprochenen Hebräisch.

Unterrichtsform- und Aufbau

Hebräisch findet als vierstündiger Regionalkurs jeweils dreistündig an einem Nachmittag pro Woche am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Wuppertal statt, eine Stunde pro Woche wird zusätzlich als selbstständige Arbeitseinheit frei gehalten (EVA). Die Grundkurse in der EF und im ersten Halbjahr der Q 1 dienen vorrangig dem Erwerb der Grammatik und Sprachkompetenz, die Grundkurse ab dem zweiten Halbjahr der Q 1 bis zum Abitur der Lektüre biblischer Texte und kleineren Einblicken in die Wirkungsgeschichte des Biblischen Hebräisch, wie z.B.  in althebräische Inschriften oder das gesprochene moderne Hebräisch.

Hebräisch als Fremdsprache in der gymnasialen Oberstufe

setzt in der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 10) neu ein und gehört zum sprachlich-literarisch-künst­lerischen Aufgabenfeld (Aufgabenfeld I). Das Fach kann im Rahmen der Bindung 2 Fremdsprachen / 2 Naturwissenschaften als zweite Fremdsprache in den Jahrgangsstufen 10 – 12 belegt und als Abiturfach gewählt werden. Das Hebraicum wird erworben, wenn an allen 6 Grundkursen der Jahrgangsstufen 10-12 anrechnungsfähig teilgenommen und im Grundkurs der Q 2 eine mindestens ausreichende Leistung erbracht wurde.

Lehrer und Ansprechpersonen

Dozent Dr. Alexander B. Ernst

Tel.:  0202 / 2820104

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Armando Simon-Thielen

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Deutsch unser wichtigstes Kommunikationsmittel

Das Fach Deutsch genießt in der Stundentafel des WDG eine hohe Priorität, was zunächst mit seinem Charakter als Querschnittfach begründet werden kann. Denn ohne sprachliche Vermittlung ist kein Verstehen in anderen Fächern möglich, auch abstrakte Gegenstände wie die der Mathematik benötigen eine "Übersetzung" oder naturwissenschaftliche Versuche bedürfen einer präzisen Beschreibungssprache. So liegt in den ersten Jahren der Schwerpunkt des Faches im Beschreiben und Berichten.

 

Der Deutschunterricht versteht sich aber nicht nur als Dienstleister für andere Fächer, gutes und richtiges Deutsch hat vielmehr auch einen Eigenwert, den wir insbesondere in der Unterstufe und Mittelstufe durch eine stetige Kontrolle und Verbesserung der Rechtschreibfähigkeiten und der Anwendung von grammatikalischen Kenntnissen vermitteln wollen. Hier profitiert der Deutschunterricht besonders von unserem altsprachlichen Schwerpunkt, da sich die grammatische Terminologie, welche die Schülerinnen und Schüler mit der lateinischen Sprache erlernen, übertragen lässt. Über den korrekten Gebrauch der Sprache hinaus verschafft die sichere Beherrschung des Deutschen auch die Möglichkeit, sich in seiner ganzen Persönlichkeit auszudrücken und damit selbst gegenüber seiner Umwelt zu verorten.

 

Erste Gelegenheit, sich mit Hilfe von Sprache und Text zu präsentieren, bietet die regelmäßige Teilnahme unserer Schule an dem Bundesvorlesewettbewerb für die sechsten Klassen.

 

Da Schülerinnen und Schüler sich in einer durch Medien beeinflussten Welt zurechtfinden müssen, vermittelt der Deutschunterricht Kompetenzen wie das Verstehen von Sachtexten und auch Diagrammen oder die richtige Beurteilung von Zeitungsartikeln als Teil der öffentlichen Meinung, wie es beispielsweise unsere Zusammenarbeit mit der lokalen WZ in der achten Klasse zeigt.

 

Sprache als Mittel der Selbstreflexion findet vorrangig seinen Ausdruck in der Literatur, die im Unterricht thematisiert wird. Dabei werden in den höheren Jahrgängen die Texte immer komplexer und mit ihnen die Zugänge und Interpretationen vielschichtiger und wissenschaftlich fundierter. Literatur dient hier als ein Medium der Welterschließung und des tieferen Verständnisses der eigenen wie auch fremder Kulturen.

Mediale Umsetzung von Lyrik
Dieser Projektkurs für die Jahrgangsstufe Q2 stellt den vierten Baustein des Fachbereichs dar und schließt das flächendeckende Angebot der Schule bis hin zum Abitur ab:
Stufe Baustein 
5 - 7 Theater-AG
8 + TheaterWerkstatt
Q1 Literaturkurs
Q2 Projektkurs Deutsch/Literatur

Thematische und methodische Schwerpunkte der beiden Referenzfächer verbindend, bietet er interessierten SchülerInnen und Schülern die Möglichkeit, sich auf kreative Weise mit der lyrischen Welt zu beschäftigen.

Dabei steht die emotionale Annäherung (Stichwort „Bauchgefühl“) vor der kognitiven im Fokus des Kurses. In diesem Punkt ist sicherlich auch ein Unterschied zum regulären Deutschunterricht gegeben, in dem die kriteriengestützte Analyse und Interpretation von Werken den Schwerpunkt darstellt. „Kreativ“ heißt natürlich nicht, dass die TeilnehmerInnen Willkürlichkeit walten lassen können in der Auseinandersetzung. Vielmehr ist, getreu dem Fach Literatur, der Auftrag, künstlerische Zugänge aufzutun, Ansätze zu begründen und (selbst-)kritisch auszuarbeiten. Hierbei steht die volle Bandbreite an Medien zu Verfügung: Video-Interpretationen, Fotostrecken, Hörspiele, szenische Umsetzungen u.v.m.

Im Rahmen des Projekts stellen nicht nur bekannte und weniger bekannte Dichtungen die Grundlage für die Arbeit dar, sondern es erhalten auch eigene Werke ein Forum.

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