Wassersportexperiment der Klasse 8a
Als es hieß, ich solle bitte einen Bericht über die Paddeltour der 8a schreiben, habe ich mir vorgenommen keinen trockenen Faktenbericht zu schreiben, sondern etwas abzuliefern, das gewissen Unterhaltungswert besitzt.
Das ist auch gut so, denn wie soll man über ein so nasses Erlebnis wie eine Paddeltour, bei der Wasser in ein Boot lief, einen „trockenen“ Bericht schreiben?
Aber von vorne:
Am 11.08.07 trafen sich ein Teil der Klasse und einige Eltern sowie Herr Brester und seine Frau zu der unchristlichen Zeit 11:00 Uhr an der Niers bei Goch. Petrus bescherte uns das meiner Meinung nach mit Abstand schönste Wetter dieses Sommers.
Da waren die Strapazen des frühen Aufstehens am Wochenende schon bald vergessen.
Es gab zwar einige Unklarheiten, in welchen Bootstypen wir alle fahren sollten, aber nach einer filmreifen Diskussion entschieden wir uns für zwei Schlauchboote.
Da es aber in der letzten Zeit fast nur geregnet hatte, mussten wir uns wegen des Hochwassers schon bei der ersten Brücke alle auf den Boden des Bootes werfen, damit uns eine schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Brückenstahl erspart blieb.
Keine Ahnung, wie, aber jeder fand genug Platz, auch wenn ein Schlauchboot keine Liegefläche für acht Personen bietet.
Als dieses Hindernis vorbei war, gab es ein sensationelles Wettrudern, wobei das Mädchen- und– besorgte- Eltern-Boot bald einen Nachteil erlitt:
Zwei kleine Löcher, die, wie wir später erfuhren, zum Ablassen von Wasser dienten, verursachten das genaue Gegenteil.
Bald stand der Hälfte der Mannschaft das Wasser bis zum Knöchel, sodass mein Vater in Ermangelung eines Gefäßes seinen Schuh zum Wasserschöpfen benutzte.
Schließlich wurde aus einer leeren Flasche mit einem Taschenmesser ein Becher gemacht. Trotzdem mussten wir unterwegs einen Stopp machen, um das Wasser auszukippen.
Das war natürlich der einzige Grund, warum wir das Wettpaddeln nicht gewonnen haben…!
Der Rest des Weges verlief problemlos. Wir konnten die traumhafte Landschaft genießen und hatten viel Spaß. In Goch angekommen, fand noch ein Picknick in einem Park statt, obwohl es etwas schwierig war, einen Platz zu finden, da dort gerade ein internationales Bouleturnier stattfand.
Alles in allem war es ein sehr schöner Ausflug, wenn er auch natürlich nicht an die Klassenfahrt herankam, die er ersetzen sollte.
Sophia Hilger, Klasse 8a

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