»"Willst Du Dein Land verändern, verändere Deine Stadt. Willst Du Deine Stadt verändern, verändere Deine Straße. Willst Du Deine Straße verändern, verändere Dein Haus. Willst Du Dein Haus verändern, verändere Dich selbst."«
Arabisches Sprichwort

„Kontinuität in der Weiterentwicklung“

Unsere Generalsanierung - Historie und ein Ausblick

Meilensteine:

2011/12Schadenskartierung des WDG durch das GMW
Herbst 2012Ankündigung der Generalsanierung durch den Projektmanager Herrn Lehn
Nov 2012 bis Feb 2013Erstellung des Wettbewerbbeitrages zum Wettbewerb "Schulen planen und bauen"
16. Mai 2013Preisverleihung
Jun 2013 bis Sept 2014"Phase Null"
5. Sept 2014Vorstellung des weiteren Vorgehens

Fortsetzung folgt.....

 

Wie es begann….

In den Jahren 2011 und 2012 hat das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW) nach gründlicher und umfangreicher Untersuchung aller Gebäudeteile festgestellt, dass in unserem Schulhaus umfangreiche Sanierungsarbeiten unumgänglich sind. Insbesondere wichtige Erneuerungen im Bereich der energetischen Versorgung und der Anpassung an die aktuellen Standards der Wärmedämmung mussten geleistet werden.

In einigen Bereichen der Gebäudeteile wurden im Rahmen dieser Untersuchung Spuren von Asbest gefunden, die aus verwendeten Spachtel- und Ausgleichsmassen stammten. Durchgeführte Atemluftuntersuchungen zeigten jedoch, dass sich keine Asbest Fasern in der Luft befanden und die Weiternutzung des Gebäudes daher absolut unbedenklich ist.  Andererseits wurde klar, dass die Gebäudesanierung umfangreicher ausfallen musste, weil alle Asbestspuren beseitigt werden sollten – d.h.  auch die Innenwände müssen grundlegend erneuert werden.

Im Herbst 2012 wurden in einer Reihe von Informationsveranstaltungen die Eltern durch das GMW und die Schülerinnen und Schüler durch die Schulleitung über die Ergebnisse der Untersuchungen und den Sachstand informiert. Positiv wurde hervorgehoben, dass sich das Gebäude trotz der festgestellten Mängel in einem insgesamt noch guten Zustand befindet und durch seine Nutzer angemessen gepflegt worden war.

Im Spätherbst 2012 entschloss sich das GMW zusammen mit der Schulleitung und dem Stadtbetrieb Schulen an einem Wettbewerbs zum Thema „Schulen planen und bauen“ teilzunehmen, der von der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und Urbane Räume ausgeschrieben worden war (s. auch http://www.paedagogische-architektur.de/startseite.html und http://www.lernraeume-aktuell.de/startseite.html ). Anlass der Ausschreibung war die Herausgabe des gleichnamigen Buches („Schulen planen und bauen“, hg. Dr. Karl Imhäuser und Frauke Burgdorff, Bonn 2011, erschienen in den Verlagen JOVIS und KLETT). Dieses Buch beschreibt einen neuen Weg im Planungsprozess von Schulgebäuden, bei dem der Zusammenarbeit der Verantwortlichen für Pädagogik und Architektur ein besonderer Stellenwert zukommt. Neu ist dabei eine sog. „Phase Null“ als Phase, die den klassischen Planungs- und Bauphasen vorangestellt ist und deren zentrales Ziel es ist, an der Schnittstelle von Pädagogik und Architektur ein tragfähiges inhaltliches und räumliches Konzept zu entwickeln. Im Ablauf dieser Phase geht es darum, zusammen mit allen Beteiligten das pädagogische Konzept der Schule dahingehend zu präzisieren, dass es das Bestehende unterstützt und zukunftsorientiert weiter entwickelbar wird. Dieses räumliche Konzept soll im geplanten Bau räumlich umgesetzt und sichtbar werden.

In Wuppertal hatten GMW und Schulleitung des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums bereits in der Vergangenheit mit Bauprojekten (Aula 2006 und Mensa 2010/11) gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit zwischen Bauherr, Träger und Nutzern der Schule gemacht, so dass die Intention des Wettbewerbs gut zu dem anstehenden Sanierungsvorhaben passte: Gesucht wurden Schulbauvorhaben, bei denen die Verantwortlichen bereit waren, einen zukunftsweisenden Weg in der gemeinsamen Planungsleistung zu gehen.

So entstand zunächst im kleinen Team aus den Verantwortlichen des GMW, der Schulleitung und dem Stadtbetrieb Schule (Namen nennen?) in vielen intensiven Sitzungen ein Wettbewerbsbeitrag, den Sie hier unter (https://www.wuppertal.de/microsite/gmw/gebaeude_erleben/auszeichnungen/102370100000492934.php  ) einsehen können.

Groß war die Freude, als wir dann im Mai 2013 erfuhren, dass wir zu den fünf Bundespreisträgen gehörten. Am 16.5.2013 konnte der Stadt Wuppertal und dem Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium feierlich der Preis in unserer Aula verliehen werden. Der Preis umfasst Sachmittel in Höhe von 100.000€ zur Unterstützung des kooperativen Planungsprozesses in der bereits beschriebenen Phase Null.

Nun begannen intensive eineinhalb Jahre, mit Vorträgen zu innovativem Schulbau bei der Montag Stiftung in Bonn, Informationsveranstaltungen zum Prozessablauf in verschiedenen Gremien, Workshops und einem pädagogischen Tag mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern zu verschiedenen Themen und Teilaspekten von der Umsetzung unserer pädagogischen Ziele im Umbau des WDG. Mit zahlreichen Anregungen versehen und im fruchtbaren Diskurs miteinander, begleitet durch ein professionelles Beraterteam der Montagstiftung (Herrn Patt und Frau Bartels), entstanden ausgehend von unseren pädagogischen Schwerpunkten vielfältige Ideen zur zukunftsfähigen Gestaltung unseres Schulhauses.

Ein Höhepunkt stellte die im Februar 2014 durchgeführte Lernreise zu besonderen Gymnasien in Altötting und Trudering (München) dar. Hier konnten sich Mitglieder aus allen drei Gruppen der Schulgemeinde zusammen mit den Vertretern des GMW und der Montagstiftung über alternative gymnasiale Schul- und Unterrichtskonzepte und deren bauliche Umsetzung vor Ort anschaulich informieren.

Kurz vor den Sommerferien 2014 wurden dann unter Abwägung und Priorisierung von Wünschen aller im Planungsprozess beteiligten Gruppen die letzten Vorarbeiten für den durch Herrn Patt und Frau Bartels zu verfassenden vorläufigen Abschlussbericht im Lenkungsausschuss geleistet. Dieser Bericht wird am 05. September 2014 in der Schulkonferenz vorgestellt werden, um dann im Herbst 2014 im Schulausschuss der Stadt Wuppertal als Planungsgrundlage für die anstehende Generalsanierung gezeigt zu werden.

Sobald er zur Veröffentlichung frei gegeben wird, können Sie ihn auch hier einsehen.

 

 

Wie es weiter geht….

Der Beginn der Sanierungsarbeiten ist voraussichtlich auf den Sommer 2015 datiert. Um die Belastungen der Kinder und des laufenden Schulbetriebs durch Lärm und Schmutz möglichst gering zu halten und gleichzeitig die Sanierungsarbeiten zügig durchführen zu können, hat das Gebäudemanagement Wuppertal entschieden, den Schulbetrieb für die Dauer von ca. zwei Jahren vom Johannisberg auszulagern.  Eine Entscheidung wird darüber wird Anfang September fallen.

Als Objekt für den Übergang steht die ehemalige Justizvollzugsschule auf der Haardt in der Diskussion. Die aktuellen Nutzer verlassen das Gebäude im Januar 2015. Hier steht ein für den Schulbetrieb geeignetes Gebäude in hinreichender Größe mit großzügigen Außenlagen und guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung. Als Termin für den Umzug werden die Sommerferien 2015 avisiert.

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